Wichtige Änderungen zum Jahreswechsel 2023/2024

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Wichtige Änderungen zum Jahreswechsel 2023/2024

Wie jedes Jahr gibt es auch zum Jahreswechsel 2023/2024 Änderungen bzgl. Buchhaltung und Steuer.

Die gesetzlichen Änderungen sind u. a. im Wachstumschancengesetz enthalten, welches aber aktuell (08.01.2024) noch nicht verabschiedet ist.
Sobald das Gesetz (vermutlich Anfang 2024) verabschiedet wird, sollen ein Großteil der Regelungen voraussichtlich rückwirkend in Kraft treten.

Auszug

Im Nachfolgenden findet ihr einen Auszug aus den (geplanten) Änderungen.

Geschenke an Kunden und Geschäftspartner

Bisher konnten Geschenke an Kunden und Geschäftspartner bis 35 € pro Person und Jahr als Betriebsausgabe berücksichtigt werden. 
Dieser Betrag soll auf 50 € pro Person und Jahr erhöht werden.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

Selbständig nutzbares Anlagevermögen kann bisher bis 800 € netto vollständig abgeschrieben werden. 
Diese GWG-Grenze soll sich auf 1.000 € erhöhen.

Degressive Abschreibung

Für im Zeitraum 01.10.2023 bis 31.12.2024 angeschaffte bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens soll es die Möglichkeit geben, die Gegenstände degressiv (statt linear) abzuschreiben.
Die degressive Abschreibung beträgt das 2,5-fache der linearen Abschreibung, maximal aber 25 % der Anschaffungskosten / des Restbuchwertes.

Betriebsveranstaltungen

Bisher gilt bei Betriebsfeiern ein Freibetrag von 110 € pro Mitarbeiter, damit für die Zuwendung keine Lohnsteuer anfällt.
Dieser Betrag soll auf 150 € angehoben werden.

Verpflegungsmehraufwendungen

Abhängig von der Zeit der Abwesenheit und dem Reiseland gelten bei Geschäftsreisen bestimmte Pauschalen.
Für Geschäftsreisen ab 01.01.2024 gibt es hier bei ein paar Ländern Erhöhungen, u. a. in Deutschland.

In Deutschland soll ab 2024 gelten:

  • ab 8 Stunden Abwesenheit: 15 € (bisher 14 €)
  • ab 24 Stunden Abwesenheit: 30 € (bisher 28 €)
  • An- und Abreisetag: 15 € (bisher 14 €)

Die Erhöhungen der Pauschalen für Auslandsreisen wurde bereits vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht (BMF BStBl I S. 1654).

Ist-Besteuerung

Bis zu bestimmten Umsatzgrenzen kann die Ist-Besteuerung gewählt werden.
Diese Grenze soll auf 800.000 € (bisher 600.000 €) erhöht werden.

Buchführungspflicht

Ob du der Buchführungspflicht unterliegst, oder die Einnahmen-Überschuss-Rechnung für die Gewinnermittlung ausreicht, hängt für Gewerbetreibende von bestimmten Umsatz- und Gewinngrenzen ab.
Diese Grenzen sollen erhöht werden, der Gesamtumsatz auf 800.000 € (bisher 600.000 €) und der Gewinn auf 80.000 € (bisher 60.000 €).

Elektronische Rechnung im B2B-Bereich

Die elektronische Rechnung soll im B2B-Bereich ab dem 01.01.2025 Pflicht werden, wenn beide Unternehmer in Deutschland ansässig sind.

Es soll für den Zeitraum 2025 bis 2027 eine Übergangsregelung gelten.

Ab 2028 sollen dann ausschließlich elektronische Rechnungen erlaubt sein.

Zum Thema E-Rechnung folgt in Kürze auch ein eigener Beitrag.

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